Auenland

Kllimaanpassung im Wohnungsbau Kopernikusstraße

„Er aber hängt noch zu sehr an seinem Auenland mit seinen Wiesen und Wäldern und den kleinen Flüssen. Hier müsste es ihm gutgehn.“ 
Der Herr der Ringe, Teil1, Die Gefährten, J.R.R. Tolkien

Das Quartier ist aktuell von funktional gestalteten Freiflächen und den Bedürfnissen des Individualverkehrs geprägt. Hinzu kommt, dass das Gebiet durch die querenden Erschließungsstraßen zerschnitten wird und dadurch stark in unterschiedliche Bereiche zerfällt.

Mit der gegenwärtigen Klimadebatte, dem vehementen Ruf nach mehr Diversität und dem Befürworten von dynamischen, sukzessiven Prozessen wird zurzeit ein neues Naturideal salonfähig. Diese gesellschaftliche Veränderung bietet, in Verbindung mit einer zeitgemässen Neustrukturierung des Verkehrs, die Chance der grundlegenden Neuordnung.

Durch Bündelung und Reorganisation von Parkplätzen, Fahrwegen und Abfallentsorgung, können die frei gewordenen Flächen als ein miteinander großräumig verbundenes Netz aus Grünanlagen gestaltet werden. Freigelegte und neumodellierte der Oberflächen nehmen ihre ökologische Bodenfunktion wieder auf und werden durchlässig sowohl für das Wasser und Wurzelwerk als auch für ein Miteinander von Mensch, Flora und Fauna.

Hügelige Landschaft mit vielfältigen Nischen. Diversität durch verschiedene Besonnung, Windeinflüsse und Höhenlagen (feucht – trocken). Multicodierung – Gleichzeitig Erschließung, Spielplatz, Erholungsraum, Habitat, Regenwasserbehandlungsanlage, Verschattungstool.

Spannt den Bogen zwischen diesen scheinbaren Gegensätzen und eröffnet ein breites Spektrum an Nutzungen, Funktionen und Deutungsebenen. Vielfalt und Strukturreichtum werden zum übergeordneten Leitbild, Wandel ist inhärent.

Erläuterung zu integrierten Maßnahmen zur Reduktion von Hitze und Starkregen durch Baumsetzungen (Südfassaden verschatten). Baumgruppen erlauben Durchlüftung nachts.

· Gebäudebegrünung: Verschattung Südfassaden, Pflanzfelder als Verdunstungsbeete konstruiert. Lehmabdichtung, Kies zur Retention, Mutterboden; Wasser versickert erst über Retentionskies seitlich.

· Förderung der Artenvielfalt und Biodiversität dürch Sturkturreichtum, extensive Pflege.

· Einbindung vorhandener blauer Infrastruktur, 
Konzept zur Regenwassernutzung
: temporärer Regenwasserrückhalt → oberflächlich in Mulden, Retention auf Tiefgarage, Retention in Verdunstungsbeeten, teilweise Zisternen zur Bewässerung 
→ Verdunstung → Wiesen und Pflanzflächen, Gehölze