Regengracht

freiraumplanerisches Konzept Kynaststraße

Als logische Fortführung des Masterplanes wird im Bockzwischenraum eine von lockeren Baumreihen betonte grüne Gracht aufgespannt: Einerseits begleitet von einer der Regenrückhaltung dienenden Sickermulde, andererseits als Wall, der auf den Tiefgaragen für notwendigen Oberbau für Pflanzungen sorgt.
Die Gracht weitet sich im Bereich der Wohnöfe auf um die notwendigen Spielflächen aufzunehmen. Der lineare Charakter bleibt dabei durch die Baumreihung gestärkt.
Die Wege der Gracht werden in Erinnerung an die Geschichte des Quartiers mit schmalen Ziegeln (Kohlebrand) ausgestaltet und liegen zum Gelände leicht (10cm) überhöht. Durch die kontinuierliche Farbgebung wird der Block zu einer gestalterischen Einheit zusammengezogen, obwohl innerhalb vielfältige räumliche Situationen entstehen.

Öffentliche und halböffentliche Bereiche werden durch eindeutige Niveauunterschiede differenziert:
die beiden Endpunkte der Gracht als öffentliche Plätze liegen jeweils niedriger als die angehobenen Blockinnenbereiche.
Der Platz um das Alt-Stralauer-Tor dient als urbaner Zutrittspunkt zum Viertel, verteilt Bewegungen und bietet einen gemeinsamen Vorplatz für den Supermarkt, die Kita sowie die Konferenzräume.
Der neue Glasbläserplatz verknüpft die Uferpromenade mit der Glasbläserallee und bietet Raum für Außengastronomie mit Blick auf das Wasser. Die Glasbläserallee wird durch diesen Auftakt als Magistrale und Hauptdurchgang gestärkt.
Die angrenzende, sogenannte Hafenarena vermittelt zwischen den unterschiedlichechen Niveaus:
Terrassen vor der Gastronomie laufen nach Norden zu Böschungen mit Sitzstufen aus und leiten so sanft in den anschließenden Park über.

Im nördlichen Bauabschnitt verwebt sich der Freiraum mit der angrenzenden Parkstruktur: die Überhöhung der Tiefgarage wird unter einer weich ausgeformten Topographie mit lockerer Baumstellung verborgen. Es entsteht der Eindruck von durch Wasser ausgeformten Dünen, die sich zwischen die Kammstruktur des Neubaus schieben. Im Zwischenraum zwischen den höher gelegenen Privatbereichen und dem Park sind die notwendigen Spielflächen, teilweise unter Ausnutzung der Hangsituation, integriert.