Sensorisch
Neubau Demenzzentrum Salvador–Allende-Platz
Das Freiraumkonzept reagiert einerseits auf die unterschiedlichen Situationen der Umgebung und schafft im Innenhof eine eigene anregende, aber gleichfalls auch heimelige Atmosphäre. Den Auftakt und Empfang bildet der Vorplatz. Gingkobäume heben sich durch ihr gelbes Laub und ihre typische Silhouette von der Umgebung ab und bilden ein eindeutiges Signet. In ihrem Schatten findet die Außenbestuhlung des Cafés ihren Platz. Im Nordwesten wirkt die Baumreihe zwischen den Parkplätzen als Filter zwischen dem hohen Plattenbau und dem Neubau. Einheimische Laubbäume entwickeln sich aus dem dichten Baumsaum neben der Schnellstraße. Südöstlich ergänzen neue Wege das bestehende Netz und verankern das Ensemble in der Umgebung.
Es entsteht eine parkartige Situation mit angegliedertem Barfußpfad. Als zentrales Element des Innenhofs dient ein organisch geformtes Hochbeet, das allseitig besitzbar ist. Mit Muschelkalk belegte Rundwege führen entlang der Beete mit Stauden, Gräsern und Kleinsträuchern. Die Anlage bietet Bewohnern und Besuchern im Lauf der Jahreszeiten vielfältige Gerüche, Farben und haptische Erlebnisse. Ein Wasserspiel belebt den Hof zusätzlich. Um den assistenzfreien Raum von der Umgebung abzuschirmen, verläuft ein Zaun in einer weißblühenden Hecke entlang der Bewohnergärten.