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"Blaugrüner Ring“ Düsseldorf

Entlang der grünen Lunge Düsseldorfs präsentieren sich vielfältige und bedeutsame Kultureinrichtungen. Würdig und solitär. Diese Einrichtungen kann man unzweifelhaft als Orte von besonderen Interesse bezeichnen. Um dem, zweifelsohne bestehende System dieser besonderen Stadtbaukörper und Freianlagen erhöhte Strahlkraft und eine vernetzende Orientierung im zukünftigen Spektrum der Kultur- und Stadtlandschaft von Düsseldorf zu verleihen, wird die Kunst- und Kulturlandschaft um weitere Koordinaten bereichert. In diesem Kontext verstehen wir die im öffentlichen Raum erleb- und im Alltag wahrnehmbare Kunst- und Kulturlandschaft als einen in der Urbanitär verorteten musealen Rundgang, mit Bühnen und Experimentierfeldern, Raumfolgen und Abkürzungen zum Ausstellen und Mitgestalten.

Gezielt gesetzte Installationen und Interventionen beleben den Ring und fungieren als Bindeglied zwischen den vorhandenen Institutionen. Sie markieren zunächst die urbanen Ausstellungsräume. Die Setzung erfolgt situativ aus dem jeweiligen Ort heraus, mit dem Ziel entweder einen Ort des Innehaltens zu markieren oder um einen Umlenkpunkt zu einer weiteren Kulturinstitution anzudeuten. Sie bilden anziehende und vitalisierende, leuchtende Punkte, sind nicht auf den gebauten Raum beschränkt sondern bieten vielmehr eine weitere Schnittstelle zum virtuellen Blaugrünen Ring.

Durch eine klar ablesbare, identitätsstiftende und aus sich wiederholenden urbanen und landschaftlichen Elementen bestehende Gestaltung dieser Orte erwächst in der Wahrnehmung der Besucher ein visueller und inhaltlicher Gesamtzusammenhang. Auch lokal weit voneinander entfernte Orte treten in Beziehung.

Dabei sind die neu geschaffenen Plätze nicht nur “Verteiler“ im Stadtgefüge sondern gleichzeitig als „interaktive Kulturplattformen“ die zentralen Orte für den Austausch zwischen den verschiedenen Institutionen, den Bewohnern und Gästen. Die Freiräume sind mit digitalem und analogem Ausstellungsmobiliar ausgestattet, das von den verschiedenen Institutionen für Ausstellung und Kommunikation flexibel genutzt werden kann. Die Kultur wird hier sprichwörtlich aus den Gebäuden nach außen getragen, um den interdisziplinären Austausch und die Kommunikation mit der Öffentlichkeit zu fördern.