Berliner Schollen
Geschosswohnungsbau Bachstraße
Der Entwurf entwickelt sich aus der Figur des Blockrands. Er ergänzt die collagierte Blockrand bebauung, die den Bereich südwestlich des Wettbewerbsgebiets kennzeichnet. Die Randbebauung schützt den Innenraum vor den Immissionen der stark befahrenen Straßen und der Stadtbahntrasse. An der Nordwestseite öffnet der Block seinen Innenraum zur Spree. Drei Einschnitte segmentieren die Struktur in vier Gebäude eigener Prägung. Diese Aufspaltung vermittelt zum heterogenen Stadtbild der unmittelbar angrenzenden Grundstücke und zur aufgelockerten Stadtlandschaft der Interbau südlich der Stadtbahn.
In der Aufsicht entsteht das Bild auseinanderdriftender Schollen, die ursprünglich eine Einheit bildeten. Ihre Spalten ergeben die teilöffentliche, barrierefreie Durchwegung des Parks. In seiner Mitte erstreckt sich eine durch weiche Topographie geprägte Wiesenlandschaft, die mit schlanken Kiefern eine Reminiszenz an die lichten Wälder des Berliner Umlands darstellt und dem Hof eine eigene Identität gibt. Die Wiese reicht direkt bis an die Gebäude heran und vermittelt den Eindruck „in der Landschaft“ zu leben.
Klare Kanten und Höhenversprünge unterstützen das Bild des „gebrochenen“ Blocks während die gewählten Oberflächen zusammenfassend wirken: Sockelmauer aus Granit begrenzen die Wiesenflächen, halböffentliche Durchwegung in Mosaikpflastersteinen aus Granit gliedern den Innenraum des Ensembles.
Der Niveauunterschied Wegen und Wiesen sorgt für Privatsphäre und bildet Sitzkanten aus. Die zusammenhängende Wiesenlandschaft ist durchgängig begeh und bespielbar: Insbesondere die zentralen Schollen laden mit punktuellen Spielgeräten und größeren Böschungen zum Herumtollen und Aneignen an. Kinder können mit Ihrer Phantasie eigene Spiele entwickeln. Die abwechslungsreiche Topographie erlaubt das Unterbringen von Fahrrädern im Hof: Eine begrünte Pergola dient einerseits als Schutz für die Fahrräder, andererseits kaschiert sie diese.