Campusgewebe
Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes „Alte Aktienspinnerei“
Das städtebauliche Leitbild sieht die Entwicklung eines Campusgewebes zwischen den verschiedenen Stadtbausteinen der näheren Umgebung der Aktienspinnerei vor. Das Wohngebiet Am Brühl, das Kulturforum mit der St.Petri Kirche, sowie das Universitätshauptgebäude und der Schillerpark sind dabei die angetroffenen Bausteine. Der dominante Endpunkt Aktienspinnerei, der Neubau des Institutsgebäudes im süd-östlichen Teil des Wettbewerbsgebietes und der Böttgerbau spannen ein Gewebe auf, welches das neue Zentrum des Innenstadt- und Kulturcampus der TU Chemnitz bildet. Der Raum nördlich der Aktienspinnerei ist als Speicher (Magazin/Archiv) und Servicebereich des Gewebes zu verstehen. Hier ist die städtebauliche Idee mit der Historie des Ortes verbunden.
Das neue Quartier liest sich in Betrachtungsebenen, die sich zu einem Stück Stadtlandschaft verweben und ihm, unter Einbezug seiner Vergangenheit, zu seiner neuen Identität verhelfen:
Es ist gleichzeitig Campus, Stadtgarten und Kulturquartier und sorgt durch Überlappungen für eine spannende und lebendige Stadtatmosphäre.
Die Solitäre der Aktienspinnerei, der St. Petri-Kirche, des Eduard-Theodor-Böttcher-Baus sowie das neue Volumen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften spannen zwischen sich die heterogene Stadt-landschaft auf, in deren Zentrum das Pylonendach mit den umgebenden öffentlichen Freiflächen rückt.
Das Kontorgebäude sowie die Flächen unmittelbar nördlich der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bieten möglichen Raum für die weitere Entwicklung des Campus in der Zukunft.
In der ersten Phase erlaubt die Setzung der neuen Volumen den Erhalt des Busbahnhofes vor Ort.
Campus - Die neuen Wegebeziehungen verflechten das neue Quartier mit seiner Umgebung und beschreiben unterschiedliche Arten, sich auf dem Gelände zu bewegen.
Harte Beläge verweben das Quartier quer mit den umgebenden Hof- und Gassenstrukturen in Brühl, Postquartier und mit dem bestehendem Campus an der Straße der Nationen.
Weiche Beläge verknüpfen die Parkräume untereinander und betonen die Achse zwischen Kulturquartier und alter Achsenspinnerei.