On Point
Futurium
Der Freiraum begreift sich als öffentliche Plattform und Interaktionsfläche für das Futurium - Verweil- und Erlebniszonen, überdachte Bereiche und Ausstellungszonen für repräsentative Großobjekte regen die Auseinandersetzung mit dem Gebäude und seinen Inhalten an. Schattenspendende Bäume und unterschiedliche Sitzgelegenheiten laden auf dem öffentlichen Platz zum Aufenthalt und Austausch ein.
Die Haupteingänge erhalten generöse Vorbereiche die der städtebaulichen Situation und der Bedeutung des Haus der Zukunft gerecht werden. Schatten spendende Baumreihen umfassen die Platzfläche, betonen übergeordnete Wegeverbindungen und bilden Nischen zum ungestörten Verweilen auf dem Platz.
Der südliche Vorplatz befindet sich auf Eingangsniveau, von Norden ergibt sich aufgrund des Höhenunterschieds zwischen Margarete-Steffin-Straße und Kapelleufer ein steilerer Zugang, der ohne Rampenanlagen auskommt und sich unter das Vordach des Gebäudes schiebt.
Die Platzfläche ist mit einem regelmäßigen, größtenteils ebenen Punktraster (“Energiefeld”) überzogen, innerhalb dessen ausgewählte Punkte auf unterschiedliche Weise “aufgeladen” werden. Sorgfältig platzierte Cluster mit verschiedenen Intarsien und Sitzzylindern gliedern die Platzfläche zurückhaltend. Durch Gruppierungen entstehen unterschiedliche Bereiche für die Aneignung durch Betreiber, Besucher und Passant: geschützte Sitzbereiche im Schatten, offene und flexible Bereiche für größere Gruppen oder dichtere Anschauungszonen für kurzweiliges Erlebnis.
Als weitere, aufgelegte Elemente bespielen runde, immergrüne Pflanzfelder und bepflanzte Rundbänke das Energiefeld. Sie ordnen sich in das Raster ein, bilden hierbei jedoch größere Flächen aus, die in die dritte Dimension abgesetzt, eindeutige Aufenthaltsbereiche und Treffpunkte darstellen. Durch Interaktion mit Besucher und Passant sowie durch unterschiedliche jahreszeitliche Ausprägung tragen sie zur pulsierenden, lebendigen Atmosphäre des öffentlichen Stadtplatzes bei.
Zwischen Futurium und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) entsteht eine Passage, die übergeordnet als Grünverbindung zwischen Charité- Forschungs-Campus und Spree dient. Hier begleiten stimmungsvolle Großgehölze, die angenehm schattige Aufenthalts- und Rückzugsräume für Besucher und Passanten anbieten, eine großzügige Treppenanlage mit Sitzstufen.
Von der Margarete-Steffin-Straße kommend, wird der Passant durch den eher schmalen Abschnitt vor dem Konferenzbereich des Futurium geleitet, der sich dann zum Kapelle-Ufer öffnet und mit der weiten Platzfläche vor dem Futurium verbindet.