Zukunftsquellen
Grüner Korridor Jüchen
Die historisch gewachsene Kulturlandschaft im Norden von Jüchen wurde über Jahrhunderte von kleinen Bächen, ihren Auen und den daran entstandenen Siedlungen mit fruchtbaren Ackerböden geprägt. Das Schloss Dyck und weitere prächtige Gutshöfe zeugen vom Erfolg dieser Geschichte, die in Zukunft mit dem Blau-Grünen Korridor Jüchen neu erzählt werden soll.
Die Jüchener Bäche bilden auch zukünftig die Lebensadern der Landschaft sowie die Hauptverbindungen im Blau-Grünen Korridor. Das Einzugsgebiet der Bäche wurde durch den Tagebau stark verändert und der Wasserhaushalt wird unmittelbar durch Regenereignisse beeinflusst. Während des letzten Jahrhunderts wurden zahlreiche Flächen versiegelt, das Regenwasser kanalisiert und schnellst möglichst abgeleitet. Die künstliche Quelle der Sümpfung aus dem Tagebau, die den Jüchener Bach über lange Zeit speiste, wird mit dem Ende der Abbautätigkeit versiegen. Zunehmende Schwankungen zwischen extremer Trockenheit und starken Regenereignissen machen eine nachhaltige Weiterentwicklung der Wasserwirtschaft erforderlich.
Zukünftig wird es das Ziel sein, auf multifunktionalen Flächen größere Mengen Regenwasser naturnah am Ort zu halten und technisch gedrosselt abzuleiten. Schwammstadt wie schwammland nehmen mehr Wasser auf, halten es zurück und verbessern den Grundwasserstand. Überschüssiges Wasser wird gezielt in die Jüchener Bäche geleitet und somit neue Quellen zu deren Speisung erschlossen. Die Hydrologischen Testfelder werden angelegt, um sie zu erproben - als Quellen der Zukunft.